Axialer Motoranbau für direkte Kraft
Motor und Spindel liegen in einer Achse – die Kraftlinie bleibt direkt und gut zugänglich.
- Axialer Motoranbau
- Direkte Kraftlinie ohne Umlenkung
- Hohe Kraftdichte
- Gute Zugänglichkeit für Wartung
Wissen · Entscheidungshilfe
AP, SP und XP sind drei bewährte Bauprinzipien für Elektrohubzylinder – kein starres Verkaufsprogramm. Diese Seite hilft Konstrukteuren, das passende Bauprinzip als Startpunkt einzugrenzen: anhand von Bauraum, Kraftlinie, Wartungszugang, Umgebung, Dynamik und Schutzbedarf. Die endgültige Lösung legt S+R von der Anwendung her aus.
AP, SP und XP unterscheiden sich vor allem darin, wie der Motor angebaut ist und wie geschützt die Bauform ausfällt. AP steht für die direkte, axiale Kraftlinie, SP für kurze Einbaulängen, XP für die geschlossene Bauform in rauer Umgebung. Den Ausschlag geben Bauraum, Kraftlinie, Umgebung, Dynamik und Servicezugang. Sie müssen die Bauform nicht selbst festlegen: Aus einer groben Beschreibung der Anwendung leitet S+R das passende Bauprinzip ab und entwickelt daraus eine individuelle Lösung.
Startpunkt
Jedes Prinzip ist ein bewährter Ausgangspunkt für eine individuelle Auslegung – nicht das fertige Produkt. Die Eckdaten (bis 500 kN, 3.000 mm Hub, 1.000 mm/s, 100 % ED, IP65+) deckt jede Bauform ab; sie unterscheiden sich in Anbau, Bauraum und Schutz.
Motor und Spindel liegen in einer Achse – die Kraftlinie bleibt direkt und gut zugänglich.
Der Antrieb sitzt parallel oder im Winkel zur Achse – die Baugruppe bleibt kurz.
Die Antriebstechnik ist stärker gekapselt – gemacht für Schmutz, Außen und Dynamik.
Vergleich
Die Tabelle stellt die drei Bauprinzipien sachlich gegenüber. Es gibt selten ein pauschal „besser“ – entscheidend ist, welches Kriterium in Ihrer Anwendung den Ausschlag gibt.
| Kriterium | AP | SP | XP |
|---|---|---|---|
| Bauraum | Braucht axialen Bauraum in Verlängerung der Achse. | Kurze Einbaulänge durch parallelen/winkligen Anbau. | Kompakte, geschlossene Baugruppe. |
| Kraftlinie | Direkte, axiale Kraftlinie ohne Umlenkung. | Kraft über Getriebe und Passfeder, Antrieb versetzt. | Kraft über Zahnriemen oder Kette auf die Spindel. |
| Wartungszugang | Motor und Anbauten gut zugänglich. | Zugang je nach Motorposition früh prüfen. | Geschlossen – Wartungszugang bewusst einplanen. |
| Umgebung | Für raue Industrie und Outdoor auslegbar (IP65+). | Geschützter Motorraum in engen Modulen. | Stärker gekapselt für Schmutz und Außen, EX möglich. |
| Dynamik | Solide für Positionier- und Gleichlaufaufgaben. | Auf kompakte, integrierte Bewegungen ausgelegt. | Für dynamische, häufige Bewegungen geeignet. |
| Schutzbedarf | Schutz über Bauteilwahl und Faltenbalg. | Motorraum geschützt, Baugruppe kompakt. | Höchster Schutz der Antriebstechnik (geschlossen, Überlastschutz). |
Praxis
Welches Bauprinzip sich anbietet, ergibt sich aus der Einbausituation – nicht aus einem Katalog. Vier typische Ausgangslagen.
Hohe Kräfte in einer klaren Einbausituation – die Kraftlinie soll direkt und gut zugänglich bleiben. Startpunkt: AP.
Baureihe AP ansehen →Begrenzter Maschinenraum oder fester Bestandsbauraum, in den die Baugruppe passen muss. Startpunkt: SP.
Baureihe SP ansehen →Staub, Feuchte, Außenbereich oder schlecht erreichbare Einbaulage mit dynamischer Bewegung. Startpunkt: XP.
Baureihe XP ansehen →Schnelle, häufige Hübe mit definierter Position und Datenanbindung – je nach Bauraum AP oder geschützt als XP.
Baureihe AP ansehen →Entscheidung
Diese Fragen sortieren die Bauform vor. Sie müssen sie nicht abschließend beantworten – eine grobe Einschätzung je Punkt genügt, den Rest klärt S+R.
Genug Platz in Verlängerung der Achse spricht für AP mit direkter Kraftlinie. Ist der Raum knapp, rückt SP nach vorn.
Schmutz, Feuchte, Außenbereich oder EX-Anforderungen sprechen für die geschlossene Bauform XP – AP lässt sich aber ebenfalls robust auslegen.
Wenig axialer Raum oder ein fester Bestandsbauraum sprechen für den parallelen oder winkligen Anbau von SP.
Soll der Antrieb gut erreichbar bleiben, ist AP im Vorteil. Bei geschlossenen Bauformen wie XP wird der Wartungszugang bewusst eingeplant.
Befestigung, vorhandene Anschlusspunkte und die Steuerung beeinflussen die Bauform mit. Eine Zeichnung oder grobe Einbausituation hilft, den Startpunkt einzugrenzen.
FAQ
Nein. Die Bauform ist ein Startpunkt, kein Bestellzwang. Beschreiben Sie Bauraum, Kraft, Umgebung und Servicezugang – S+R schlägt das passende Bauprinzip vor und passt es an Ihre Anwendung an.
AP hat den axialen Motoranbau mit direkter Kraftlinie, SP den parallelen oder winkligen Anbau für kurze Einbaulängen und XP die geschlossene Bauform mit Riemen- oder Kettenantrieb für raue, schwer zugängliche Anlagen.
Sie sind bewährte Bauprinzipien, keine starre Produktlogik. Motor, Spindel, Befestigung, Sensorik und Schutzart werden je Anwendung ausgelegt; daraus entsteht ein kundenspezifischer Elektrohubzylinder.
Im Grundsatz ja: bis etwa 500 kN, 3.000 mm Hub, 1.000 mm/s und 100 % ED, IP65+. Den Ausschlag geben Bauraum, Kraftlinie, Umgebung, Dynamik und Servicezugang – nicht die Eckdaten allein.
Mit der Auslegung: Welche Daten zu Kraft, Hub, Geschwindigkeit, Einschaltdauer und Umgebung S+R für eine erste Einordnung braucht, steht in der Wissensübersicht zur Auslegung.
Bauraum, Kraft, Umgebung und Servicezugang in Stichworten genügen. S+R schlägt das passende Bauprinzip vor – AP, SP oder XP – und entwickelt daraus einen kundenspezifischen Elektrohubzylinder.